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ADHS, das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, gibt es mit Hyperaktivität und ohne. Während der hyperaktive Typ durch seine Impulsivität und Ruhelosigkeit auffällt, sitzt ein Kind, das unter ADS leidet häufig einfach nur da, schaut während des Schulunterrichts aus dem Fenster und träumt vor sich hin.

Beide Typen haben eines gemeinsam: Die Aufmerksamkeitsspanne ist gering. Es gelingt diesen Kindern häufig nicht, sich über einen längeren Zeitraum auf etwas Bestimmtes zu konzentrieren. Während 6-jährige sich beispielsweise durchaus schon 15-30 Minuten auf etwas konzentrieren können, liegt die Aufmerksamkeitsspanne bei einem Kind, das unter AD(H)S leidet, oft nur bei 1-2 Minuten.

Woher kommt nun diese verminderte Fähigkeit sich auf etwas zu konzentrieren?

Es gibt viele Erklärungsansätze, die von einer Störung des Dopamin-Stoffwechsels über Folgen von zu viel Zucker bis hin zu einer gestörten Mutter-Kind-Interaktion reichen. Fortschrittliche Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass es ein multimodales Geschehen ist. Das bedeutet, es gibt nicht den einen Auslöser oder den einen Grund für ADHS, sondern erst wenn viele Faktoren zusammenkommen, entwickeln sich Symptome, die unter  dem Störungsbild ADHS bzw. ADS zusammengefasst werden.

AD(H)S bedeutet nicht nur eine verminderte Aufmerksamkeitsspanne. Zum Störungsbild AD(H)S gehört auch eine nur verminderte Fähigkeit sich selbst zu steuern. Kinder, die unter dem Sörungsbild AD(H)S leiden, haben häufig Probleme damit, ihre spontanen Impulse zurückzustellen. Beispielsweise fällt es ihnen oft schwer einzuschätzen, ob es im Unterricht angebracht ist aufzustehen und rumzulaufen, ob man während die Mutter telefoniert ungehemmt dazwischenreden kann oder ob man einfach ohne zu gucken auf die Straße laufen kann.

An der mangelnden Fähigkeit sich selbst zu steuern setzen einige moderne Therapie-Programme und Aufmerksamkeitstrainings an. Lauth und Schlottke haben ein spezielles Aufmerksamkeitstraining für Kinder, die unter AD(H)S leiden entwickelt. Mit einem leicht umzusetzenden Konzept von Kärtchen und Punkten bekommen die Kinder ein Instrument in die Hand, mit dem sie die Fähigkeit sich selbst zu steuern verbessern können.

In einem speziellen AD(H)S-Elterntraining können betroffene Eltern lernen, wie sie zu einer positiveren Eltern-Kind-Interaktion kommen können und damit familiäre Probleme und Belastungsreaktionen verringern können.

Eine Klassische homöopathische Behandlung kann ebenfalls die Fähigkeit der Kinder sich selbst zu steuern verbessern. Auch die Aufmerksamkeitsspanne kann erhöht werden. Grundsätzlich gilt, dass bei der homöopathischen Behandlung von AD(H)S Geduld und Engagement gefragt sind. Ist aber das passende Konstitutionsmittel gefunden, lässt sich eine deutliche Verbesserung der Symptomatik beobachten.

 

Dipl.-Psych. Marion Walsdorff (HP)

Praxis für Ganzheitliche Medizin

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